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Festival Waldeshall, 17.10.2009, Ruhla
Als gelernter DDR-Bürger verbindet man mit Ruhla Uhren. Uhren sind aus Metall, also warum nicht ein Metal-Festival in Ruhla.
So fanden sich anfänglich ca. 200 Besucher im Kulturhaus Ruhla ein um schwarzmetallischen Klängen zu lauschen und gebührend die Haarpracht zu bewegen. Dies wirkte sich auch recht günstig auf die Verteilung des reichlich zum Einsatz gekommenen Nebels aus.
Es ging auch gleich ordentlich zur Sache, als erstes begeisterte Downfall das Publikum. Diese Band aus Ruhla besteht seit 2007 und macht Musik, die irgendwo zwischen Thrash und Melodic Death Metal eingeordnet werden kann.
Nach einer kurzen Umbaupause ging es auch gleich weiter mit Abyzz, die schon seit 1994 Musik machen. Sie stammen zum Teil ebenfalls aus Ruhla.
Als nächstes standen Fimbulvet auf der Bühne des Kulturhauses, die 2003 als Einmannband begannen Musik zu machen. Mit ihrem "heroisch, schwarzmetallisch umgarnten Panganmetal, geformt in einer epischen Geschichte" rockten sie das Publikum, trotz einer kleinen Zwangspause durch eine defekte Gitarre. Besonders erwähnenswert sind die hier zum Einsatz gekommenen Bühnenoutfits, die mittelalterliche Einflüsse erkennen ließen.
Die Band Todtgelichter, gegründet 2002 in Hamburg, wirkte neben ihrer Musik durch das schrecklich-schöne Makeup. Hier sah man viel Liebe zum Detail.
:Fjoergyn: lieferten eine Musik, die etwas melodiöser war, aber durchaus trotzdem ordentlicher Metal denn das Eine schließt das Andere nicht aus.
Überhaupt hatte man den Eindruck, das zu fortschreitender Stunde die Musik etwas melodiöser wurde. Diesen Trend bestätigten auch Surturs Lohe aus Meiningen, deren Musik durch Kboard, Blockflöte und eingespielte Orchestersequenzen besonders bombastisch wirkte.
Als letzte Band an diesem Abend betraten Geist aus Nordrhein-Westfahlen die Bühne und gaben mit ihrer Musik diesem Festival einen würdigen Abschluss.
Dieses 1. Festival Waldeshall war ein rundum gelungenes Festival mit bis zu 400 Besuchern. Die Organisation war perfekt, sehr kooperativ und die Security sehr freundlich, was leider nicht immer der Fall ist. Auch an den Hunger der Gäste war gedacht, zwar nur durch einen Imbisstand im Freien. Vielleicht könnte man hier beim nächsten Festival auch innerhalb der Räumlichkeiten etwas anbieten, denn das Wetter ist um diese Jahreszeit doch nicht mehr so angenehm. Für Getränke war im Saal gesorgt, mir fehlte Schwarzbier und Met im Angebot. Hoffen wir auf ein 2. Festival Waldeshall im nächsten Jahr, macht weiter so, es war super.