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Mark Benecke im F-Haus Jena
Als ich am Nachmittag des 05.05.2011 die Info erhielt, das ich am Abend des selben Tages zu Mark Benecke ins F-Haus Jena gehen und fotografieren sollte, sagte mir der Name Benecke noch nicht wirklich etwas. Kurz recherchiert, was mich dort wohl erwartet und dies klang nicht uninteressant, ein Kriminalbiologe.
Erst recht kurz vor Veranstaltungsbeginn traf ich im F-Haus ein und machte die Kamera betriebsbereit. Es war recht dunkel und irgendwas tat sich zur Abwechslung mal nicht auf der Bühne, sondern davor. Zum Einklang des Abends lief Knorkator - "Wir werden alle sterben", es ging also um den Tod, gut, das wusste ich durch die kurze Recherche schon.
Die Veranstaltung begann und es blieb dunkel, suboptimal für einen Fotografen, der nur sehr ungern den Blitz zum Einsatz bringt. Es musste aber auch so sein, denn der nun mit einigen einleitenden Worten beginnende Vortrag wurde durch Bilder untermalt. In seiner Einführung erklärte Mark Benecke, das ihn die Menschen weniger interessieren, ihn interessieren Blut, Insekten, Sperma, Urin, Kot und Haare. Es zeichnete sich auch nicht zuletzt durch den lockeren Vortragsstil ab, das dies ein äußerst ungewöhnlicher und interessanter Abend werden würde.
Nun war das zahlreich erschienene Publikum gefragt um aus den zahlreichen Vorträgen, die Benecke im Repertoire hat, den zu finden, den das Publikum am meisten interessiert. Die Wahl fiel auf das Thema "Serienmörder", das er an Hand von zwei Fällen ausführte. Sehr interessant waren die psychologischen Gesichtspunkte dieser Fälle, die auch von Beneckes Frau, einer Psychologin, erläutert wurden. Überhaupt stand in diesem Vortrag eher die die Psychologie im Vordergrund. Diese Serienmörder sind eigentlich bedauernswerte und gefühlsarme Menschen, die am liebsten ganz normal wären, dies aber nicht sein können. Auch sind es immer ganz unscheinbare Menschen, Leute denen man das nie zugetraut hätte. Dies kann auch gar nicht anders sein, denn Menschen, die nicht dem entsprechen, was gemein als "Normal" bezeichnet wird, sind auffällig und werden ständig in irgendeiner Weise beobachtet.
Während der Pause und nach dem Vortrag hatten die Gäste Gelegenheit, Bücher von Benecke zu erwerben, diese signieren zu lassen und mit ihm zu reden. Viele Gäste nahmen auch gern die Gelegenheit wahr ein Foto mit Mark Benecke zu machen, oder seine mitgebrachten Schaben näher zu betrachten und zu streicheln.
So endete dieser äußerst interessante Abend mit einer Unmenge von Informationen im Kopf. Wenn sich wieder die Gelegenheit bietet, zu einem Vortrag mit Mark Benecke zu gehen, sollte man dies auf jeden Fall wahr nehmen, es lohnt sich.
Sehr viele Infos gibt es unter: www.benecke.com